AJZ Bleibt! http://ajzbleibt.blogsport.de Thu, 01 Apr 2010 11:20:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Freie Presse Artikel vom 31.3.2010 http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/04/01/freie-presse-artikel-vom-31-3-2010/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/04/01/freie-presse-artikel-vom-31-3-2010/#comments Thu, 01 Apr 2010 11:20:06 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/04/01/freie-presse-artikel-vom-31-3-2010/ Von Michael Brandenburg

Beim Ausräumen fließen Tränen

Kinder- und Jugendhaus Benario hat geschlossen – Jugendzentrum bietet den Besuchern Alternativen an

Schloßchemnitz. Es ist das erste Opfer der diesjährigen Kürzungen im Etat für Jugendarbeit der Stadt. Das Kinder- und Jugendhaus Benario hat gestern seine Türen geschlossen – für immer.

Das Aus stand schon seit längerem fest: Weil die Auslastung des Kinder- und Jugendhauses an der Müllerstraße zu gering gewesen sei und insgesamt rund 537.000 Euro eingespart werden sollten, setzte das Jugendamt das Benario Ende vergangenen Jahres auf eine Streichliste. 82.000 Euro jährliche Förderung fielen damit weg.

Um dagegen zu protestieren, nahmen Besucher des Hauses und Mitglieder des Trägervereins Alternatives Jugendzentrum (AJZ) Ende November an einer Demonstration durch die Innenstadt teil. Es nützte nichts: Die Entscheidung über die Schließung wurde zwar im Dezember aufgrund neuerlicher Proteste vertagt. Aber im Januar bestätigte der Jugendhilfeausschuss die Streichliste und im Gegensatz zu vier anderen Projekten, für die der Stadtrat nachträglich noch erfolgreich Geld einforderte, stellte niemand einen Antrag für das Benario. Im Einzugsgebiet gebe es ja noch das Kraftwerk an der Hartmannstraße, den Treff Bunter Bogen im Haus Alma an der Karl-Liebknecht-Straße und das Kosmonautenzentrum im Küchwald – mit diesem Argument hatte die Stadtverwaltung die Stadträte offenbar beruhigt.

„Unsere Stammbesucher nehmen diese Alternativen nicht an“, weiß Jane Junghans vom AJZ. Sie und ihr Kollege Jörg Uhlig haben die 15 bis 20 Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis 13 Jahren, die ihren Angaben zufolge durchschnittlich pro Tag ins Benario kamen, jahrelang betreut. Dort konnten sie Tischkicker oder Billard spielen, gemeinsam kochen und in den Ferien verreisen.

Weil die Verantwortlichen vom AJZ wissen, dass einige ihrer Schützlinge ohne sozialpädagogische Hilfe auf die „schiefe Bahn“ geraten könnten, haben sie selbst alternative Angebote organisiert. „Gleich nach Ostern können die bisherigen Benario-Besucher dienstag- und mittwochnachmittags ins Stammhaus des AJZ an der Chemnitztalstraße kommen“, berichtet Jana Junghans.

Darüber hinaus sollen die Kinder- und Jugendlichen auch weiterhin aller zwei Wochen kostenfrei die Skate- und BMX-Halle des AJZ in der Schönherrfabrik nutzen dürfen. Jane Junghans selbst wechselt ab heute in die mobile Jugendarbeit des AJZ und will auch als Streetworkerin im Viertel zwischen Brühl und Schloßberg ihre Schützlinge aus dem Benario im Auge behalten, wie sie sagt.

Weil das Kinder- und Jugendhaus gestern „besenrein“ übergeben werden musste, fand bereits am 12. März die offizielle Abschlussveranstaltung statt. „Trotzdem haben natürlich auch hinterher noch öfter Stammbesucher vorbeigeschaut. Da sind Tränen geflossen, als sie gesehen haben, dass ,ihr‘ Benario tatsächlich ausgeräumt wird“, erzählt Jane Junghans.

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Heilsarmee goes Saviour http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/18/heilsarmee-goes-saviour/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/18/heilsarmee-goes-saviour/#comments Mon, 18 Jan 2010 15:55:03 +0000 Administrator Allgemein http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/18/heilsarmee-goes-saviour/ Es ist vollbracht. Stoisch hat der Jugendhilfeausschuss den Maßnahmeplan für 2010 verabschiedet. Die Folgen sind schon hinreichend diskutiert worden und müssen hier nicht erneut ins Rampenlicht gestellt werden.

Einen neuen Aspekt bringt aber derweil die FDP ins Spiel. Deren Stadtverordneter Wolfgang Lesch wundert sich laut Aussage in der Gratiszeitung „blitzpunkt“ darüber, dass entgegen den bisherigen Aussagen der Stadtverwaltung schon in diesem Jahr 500.000 Euro für die Bewerbung um den segensreichen Titel „Stadt der Wissenschaft“ im Haushalt eingeplant werden, also ziemlich genau die Summe, die bei der Jugendhilfe gespart werden soll (Quelle blitzpunkt).

Nun könnte der gemeine Leser daraus schließen, dass auf Kosten der Kinder und Jugendlichen dieser Stadt die Teilnahme an einem Wettbewerb finanziert wird, dessen Sinnhaftigkeit für die Stadtentwicklung zu diskutieren wäre. Ebenso könnte er zu der Ansicht gelangen, dass hier wieder ein Prestigeobjekt für präsentierwütige Stadtoberhäupter auf Kosten der Allgemeinheit durchgepeitscht werden soll.

Natürlich ist dem nicht so. Unsere Stadtleitung handelt wohl überlegt. Die ehemalige Lehrerin an der Spitze weiß nur zu gut, dass Bildung sehr, sehr wichtig ist. Und die Aufgaben der für das große Ganze geopferten Leistungsempfänger können ja die Pfadfinder und die Heilsarmee übernehmen (die Jungen Pioniere gibt es ja leider nicht mehr). Amen.

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Freie Presse vom 11.01.10 http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/12/freie-presse-vom-110110/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/12/freie-presse-vom-110110/#comments Tue, 12 Jan 2010 12:01:41 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/12/freie-presse-vom-110110/ Jugendarbeit: Streichliste offenbar erneut verändert

Arbeiterwohlfahrt nun betroffen – Ausschuss soll am Dienstag entscheiden -Stadtverwaltung begrenzt vorsorglich Zuschauerzahl

Chemnitz. An der Streichliste der Stadtverwaltung für die Jugendarbeit hat es offenbar noch einmal kurzfristig Änderungen gegeben. Die aktuelle Fassung soll den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses erst am Dienstagnachmittag zur entscheidenden Sitzung als Tischvorlage präsentiert werden. „Obwohl ich Mitglied im Ausschuss bin, kann ich nicht sagen, was mich dort erwartet“, sagte am Montag Robert Görlach vom Verein Netzwerk, dem das Arme Theater, die Kindervereinigung, das AJZ, Radio T oder das Domizil angehören.

Damit die Beratung, die diesmal im Berufsschulzentrum an der Schloßstraße stattfindet, nicht wie die Dezember-Sitzung im Rathaus wegen Überfüllung abgesagt werden muss, hat die Stadtverwaltung die Zuschauerzahl auf 95 begrenzt und Eintrittskarten an Träger der Jugendhilfe verteilt. Denn mit Protestaktionen ist auch am Dienstag zu rechnen.

Von Sozialbürgermeisterin Heidemarie Lüth werden die Kürzungspläne mit einem verringerten Etat begründet. Mit 7,47 Millionen Euro stehen dem Jugendamt in diesem Jahr um 453.000 Euro weniger als 2009 zur Förderung der freien Jugendhilfe zur Verfügung. Hauptursache sind Sparzwänge und veränderte Prioritäten im Haushalt. Denn als Landespauschale für Kinder und Jugendliche, deren Zahl in der Stadt um 883 abnimmt, erhält Chemnitz nur knapp 13.000 Euro weniger als im Vorjahr.

Die erste Streichliste musste das Jugendamt bereits wegen der abgesagten Sitzung im Dezember überarbeiten. Damit die freien Träger überhaupt arbeitsfähig bleiben, soll deshalb am Dienstag auch beschlossen werden, die Förderung bis Ende März auf dem Stand von 2009 beizubehalten. Dadurch steht aber für die neun Monate ab April noch weniger Geld zur Verfügung. Mit einigen Veränderungen auf der Liste soll das Jugendamt auch auf die Proteste vom Dezember reagiert haben, berichten Betroffene.

Wie Netzwerk-Chef Jan Koch am Montag sagte, sollen die geplanten Kürzungen bei den Streetworker-Projekten der Vereine Domizil, Jugendberufshilfe und des AJZ weitgehend vom Tisch sein. Dagegen bestätigte der Geschäftsführer des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt, Jürgen Tautz, die drohende Schließung des Kinder- und Jugendtreffs Focus in Glösa, die jetzt erst bekannt wurde. Offenbar eine Ausnahme: „Ansonsten sollen wohl nur Mitglieder des Netzwerkes gekürzt werden“, kritisierte Koch. Die Stadtverwaltung erteilte vorab keine Auskunft. (mit gkl)

Von Michael Brandenburg

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In der Kutsche durch die Stadt http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/in-der-kutsche-durch-die-stadt/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/in-der-kutsche-durch-die-stadt/#comments Wed, 06 Jan 2010 20:15:01 +0000 Administrator Allgemein http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/in-der-kutsche-durch-die-stadt/ Prosit Neujahr

Das Jahr 2009 ist Geschichte und wir sind genau so schlau wie vorher, das heißt nicht ganz. Wir haben gelernt, dass von Amtswegen informelle Telefonate als Zustimmung zur Kürzung gedeutet werden. Wir haben auch gelernt, dass Widerstand gegen nicht fachlich begründete Mittelstreichungen zuweilen als ein Affront gegen Lichtgestalten der städtischen Mittelverteiler verstanden wird.

Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war die erkennbare Demokratiefeindlichkeit von Brandschutzverordnungen. Diese Verordnungen sind in der Lage öffentliche Ausschusssitzungen komplett zu verhindern, wenn die Öffentlichkeit in geschlossene Räume vordringt. Als i-Tüpfelchen führte diese Gemengelage aus Verordnung und Öffentlichkeit bei einigen Anwesenden zur Erkenntnis, dass weitere Kürzungen nun unausweichlich seien. Oder anders: Öffentlichkeit führt zu Mittelstreichungen.

Nicht neu hingegen war die Erkenntnis, dass Parteien Beschlüsse fassen, diese aber letztlich nur als Schall und Rauch betrachtet werden und somit nichtig zu sein scheinen.

Der Stein der Weisen wurde trotz des massigen Erkenntnisgewinns nicht gefunden. Wünschen wir uns also ein ebenso erkenntnisreiches Jahr 2010 und eine Bürgermeisterin, die nicht nur stumm winkend in der Kutsche durch die Stadt fährt. Oder müssen wir alles selber machen?

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ACHTUNG: Nächste Jugendhilfeausschuss-Sitzung http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/achtung-naechste-jugendhilfeausschuss-sitzung/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/achtung-naechste-jugendhilfeausschuss-sitzung/#comments Wed, 06 Jan 2010 12:39:55 +0000 Administrator Allgemein http://ajzbleibt.blogsport.de/2010/01/06/achtung-naechste-jugendhilfeausschuss-sitzung/ Am 12. Januar 2010 findet die nächste Jugendhilfeausschuss-Sitzung statt, in der über die Kürzungen für das AJZ und andere Träger der Jugendarbeit diskutiert und entschieden werden soll. Kommt wieder zahlreich um der Sitzung beizuwohnen! Es ist noch immer nichts sicher für das AJZ, deswegen müssen wir weiter protestieren und der Stadt Chemnitz zeigen, dass wir mit Kürzungen NICHT einverstanden sind.

Die Sitzung beginnt 16.30 Uhr in der Aula des Beruflichen Schulzentrums für Technik II, Schloßstraße 3, 09111 Chemnitz

Kommt zahlreich!

Tagesordnung gibts hier

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Freie Presse vom 09.12.09 http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/freie-presse-vom-091209/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/freie-presse-vom-091209/#comments Wed, 09 Dec 2009 15:05:25 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/freie-presse-vom-091209/ Freie Presse, Mittwoch 09.12.2009
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Jugendhilfe drohen weitere Kürzungen
Voller Saal verhindert Sitzung

Chemnitz. Weil die gestrige Sitzung des Jugendhilfeausschusses wegen eines überfüllten Saals abgesetzt worden ist, drohen der Jugendarbeit in Chemnitz 2010 noch mehr Kürzungen als bisher vorgesehen. Das kündigte Jugendamtsleiter Holger Pethke nach der Vertagung an. Weil jetzt erst im Januar über die Aufteilung des verringerten Etats für Jugendförderung entschieden werden könne, würden die Jugendeinrichtungen bis Ende
März 2010 weiter wie bisher gefördert, erklärte Pethke. Dadurch müsse die Stadt in dieser Zeit mehr Geld ausgeben als geplant und ab April würden weitere Projekte auf die Kürzungs-Liste rücken. (MIB)

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Saal überfüllt – Beschluss vertagt
Finanzierung der Jugendarbeit im nächsten Jahr offen

Von Michael Brandenburg und Grit Baldauf

Ohne Finanzplan starten die Chemnitzer Träger der freien Jugendhilfe ins nächste Jahr. Denn die Sitzung des Jugendhilfeausschusses, der gestern über die Zuschüsse der Stadt entscheiden sollte, ist vertagt worden – weil der Saal überfüllt war. Die Folge ist laut Jugendamtsleiter Holger Pethke, dass ab April 2010 noch weniger Geld für die Jugendarbeit bereitstehen dürfte als geplant.

Jugendamtsleiter: 2010 drohen noch größere Einschnitte

Um 453.000 auf 7,47 Millionen Euro muss der Etat für Jugendarbeit im nächsten Jahr gegenüber 2009 aufgrund der Haushaltslage verringert werden, heißt es von der Stadtverwaltung. Um das Geld einzusparen, hatte das Jugendamt vorgeschlagen, acht Trägern die Zuschüsse für zehn Projekte teilweise bis auf Null zu kürzen. So müssten etwa der Kinder- und Jugendtreff Benario, die Chemnitzer Filmwerkstatt, das Arme Theater und das Jugendmedienzentrum
Bumerang ohne Förderung von der Stadt auskommen. Mehr als 100 Besucher und Mitarbeiter der Einrichtungen wollten gestern Abend verfolgen, wie der Ausschuss entscheidet. Weil ein Großteil von ihnen, darunter auch Kinder, im kleinen Sitzungssaal des Rathauses keinen Stuhl bekommen hatte, forderten der Ausschussvorsitzende Hans-Rudolf Merkel und Sozialbürgermeisterin Heidemarie Lüth (Die Linke) die Stehenden mehrmals auf, aus „Brandschutzgründen“ den Raum zu verlassen. „Wir wollen nicht hinter verschlossenen Türen tagen, aber im Ratssaal wird gebaut und ein anderer ausreichend großer Raum ist so schnell nicht verfügbar“, sagte Lüth und bot
an, die Beratung durch die geöffnete Tür zu verfolgen. Nach fast einstündigem Hin und Her wurde die Sitzung abgesetzt. Über den Etat für Jugendarbeit wird jetzt voraussichtlich am 12. Januar entschieden, bevor der Stadtrat am 27. Januar den gesamten Haushaltplan beschließt.
„Damit ist der mühsam ausgehandelte Kompromiss geplatzt“, sagte der enttäuschte Jugendamtsleiter. Aus seiner Sicht würden die Jugendeinrichtungen jetzt bis Ende März 2010 weiter wie bisher gefördert, sodass die Stadt in dieser Zeit mehr Geld ausgeben müsse als geplant. „Dadurch rücken ab April weitere Projekte auf die Kürzungsliste“, so Pethke. „Es war klar, dass es heute voll wird. Die hätten draußen nur zwei Lautsprecher aufzustellen brauchen,
und die Leute wären rausgegangen“, schüttelte Streetworker Olaf Schubert vom Verein Domizil den Kopf. Stadtrat Thomas Lehmann (Grüne): „Die Stadtverwaltung hätte wissen müssen, dass so viele Bürger dabei sein wollen.“ Ihm
sei die Zeit für die Haushaltsplanung ohnehin zu kurz. „Das müsste im März/April beginnen.“ Oberbürgermeisterin schwört Chemnitzer auf Sparkurs ein Gestern hat die Rathausspitze mit ihrer Grobplanung für den im Zeichen der Krise stehenden Haushalt 2011 begonnen. Nach einer Beratung mit den Bürgermeistern kündigte OB Barbara Ludwig (SPD) an, dem Stadtrat vor den Haushaltsberatungen für 2011 ein Konzept vorzulegen, das helfen soll, den Etat angesichts eines drohenden Defizits von 50 Millionen Euro „in den Griff zu kriegen“. Das Konzept werde erarbeitet, um trotz Sparzwängen handlungsfähig zu bleiben und die Ziele wie Haushaltskonsolidierung, Verwaltungsmodernisierung und die Sicherung des Wirtschafts- und Bildungsstandortes nicht aus den Augen zu verlieren: Dabei gehe es auch darum, durch strukturelle Veränderungen, „mit etwas weniger Personal und weniger Geld“ Lösungen zu finden.

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Artikel und Video zum Jugendhilfeausschuss bei Sachsen Fernsehen http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/artikel-und-video-zum-jugendhilfeausschuss-bei-sachsen-fernsehen/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/artikel-und-video-zum-jugendhilfeausschuss-bei-sachsen-fernsehen/#comments Wed, 09 Dec 2009 15:02:11 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/09/artikel-und-video-zum-jugendhilfeausschuss-bei-sachsen-fernsehen/ Artikel, Video und Diskussion bei Sachsen-Fernsehen.de gibts HIER

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Information zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/07/information-zur-sitzung-des-jugendhilfeausschusses/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/07/information-zur-sitzung-des-jugendhilfeausschusses/#comments Mon, 07 Dec 2009 14:45:40 +0000 Administrator Allgemein http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/07/information-zur-sitzung-des-jugendhilfeausschusses/ Morgen, am 08.12.2009 tagt 16.30 Uhr der Jugendhilfeausschuss im Chemnitzer Rathaus (Beratungsraum 118). Die Sitzung ist öffentlich! Die Beschlussvorlage als PDF download findet ihr HIER

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Artikel im Stadtstreicher http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/02/artikel-im-stadtsreicher/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/02/artikel-im-stadtsreicher/#comments Wed, 02 Dec 2009 19:15:50 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/12/02/artikel-im-stadtsreicher/ Ausgeglichen, aber teuer erkauft

Die Stadt Chemnitz möchte im kommenden Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Die der Rezession geschuldeten Mindereinnahmen versucht sie, durch Kürzungen in den einzelnen Haushalten auszugleichen. Im kulturellen und sozialen Bereich würden diese mitunter desaströse Folgen haben, einige Einrichtungen sehen für ihre Zukunft schwarz.
Als die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) am 4. November den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorstellte, malte sie ein ziemlich düsteres Bild. Die schwerste Rezession der Bundesrepublik träfe nun auch die Kommunen, Steuereinnahmen und Zuweisungen von Seiten des Freistaates würden drastisch zurückgehen. Dazu gesellten sich Auftrags- und Umsatzrückgänge bei den hiesigen Firmen, welche die kommunalen Steuereinnahmen einbrechen ließen. „Noch nie standen wir bei der mittelfristigen Finanzplanung vor größeren Problemen“, machte Ludwig den anwesenden Stadträten die Ernsthaftigkeit der Lage klar. Mit 686 Mio. Euro würde der Stadtetat 2010 im Vergleich zu diesem Jahr dann auch gleich mal um 67 Mio. Euro schrumpfen.

Am 03. Dezember wird nun der Sport- und Kulturausschuss der Stadt Chemnitz über eventuelle Kürzungen in seinem Bereich beraten. Laut Katja Uhlemann, Pressesprecherin der Stadt Chemnitz, gebe man 2010 sogar 600.000 € mehr als in diesem Jahr für Kultur und Sport aus. Bei einigen Einrichtungen, wie beispielsweise dem Industriemuseum, müsse man allerdings sinkende Landeszuschüsse ausgleichen. Insgesamt würden im Kulturbereich also Schwerpunkte gesetzt und Umverteilungen vorgenommen. Umverteilungen, die wohl die kleineren Einrichtungen der Stadt am härtesten träfen. Das Arme Theater fürchtet in Anbetracht der bisher bekannten Streichungspläne um seine Existenz. Die kommunale Förderung ist für das Projekt die überlebensnotwendige Grundlage, sie stellt ein Drittel des Gesamthaushaltes dar, der Rest wird mithilfe von Fördergeldern von Land und Bund finanziert. Der geschäftsführenden Leiterin Liane Günther zufolge, will die Stadt nächstes Jahr 57 Prozent weniger finanzielle Förderung als im Jahr 2008 zur Verfügung stellen. „Damit können wir maximal bis zum Juni 2010 durchhalten!“, prophezeit Günther. Dass sich der Stadtrat über die Folgen seiner Streichungspläne im Klaren ist, mag sie nicht recht glauben: „Ich denke, vielen ist nicht bewusst, was da passiert.“ Die Kürzungen seien aber auch „ein Zeichen der Ohnmacht einer Kommune gegenüber einer gewollten Politik, die zwangsläufig ins Aus führt.“

Von der Schließung bedroht ist auch der vom Alternativen Jugendzentrum unterhaltene Jugendclub „Benario“ im Stadtteil Brühl. Das AJZ wird als sozialer Verein über die Jugendhilfe gefördert, das Gesamtbudget der Stadt soll in diesem Bereich im kommenden Jahr um sechs Prozent zurückgehen. Die Pressesprecherin der Stadt begründet dies damit, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Jugendlichen in Chemnitz (alle Einwohner bis zum Alter von 27 Jahren) um acht Prozent gesunken ist. Es müssten also Prioritäten gesetzt werden. Beim AJZ sollen demzufolge eine von zweieinhalb Stellen im Stammhaus und die 1,25 Stellen im „Benario“ wegfallen – für Letzteres wäre dies definitiv das Ende. Zwar beabsichtige die Stadt nicht, das Stammhaus zu schließen, perspektivisch sei aber eben aufgrund dieser Einsparung auch das AJZ selbst gefährdet, schwant Vorstandsmitglied Enrico Glaser bereits jetzt Böses. Schließlich sei jede Stelle auch mit Betriebskostengutschreibungen verbunden. Im Falle des „Benario“ begründete das Jugendamt die Kürzungspläne mit fehlender Auslastung, die momentan vom Verein genannten 270 Besucher pro Monat seien zu wenig für eine Aufrechterhaltung. Eine Rechtfertigung, die Glaser nicht gelten lassen will, schließlich sei das „Benario“ der einzige Jugendclub im Stadtteil Brühl, ein Fortbestand schon aus sozialen Gründen notwendig. In Anbetracht von Kürzungen bei Einzelprojekten in den vergangenen Jahren kann er für die nun geplanten Einschnitte kein Verständnis aufbringen: „Die Stadt erkennt nicht an, dass wir bereits jetzt auf minimalem Level arbeiten.“ Zudem sei es nicht nachzuvollziehen, dass selbst bei Sachen gespart werde, die nicht viel kosten, aber im Falle von Kürzungen in ihrer Existenz bedroht sind.

Nicht vom Aus bedroht, aber doch im täglichen Betrieb eingeschränkt, sieht sich das Chemnitzer Theater im Falle von Etatkürzungen. Pressesprecher Fritz Frömming zufolge ist noch nicht klar, wie viel gespart werden soll. Sicher ist dagegen, dass am Personal nicht gespart werden kann. Wie jedes Theater ist auch das Chemnitzer sehr personalintensiv, bis zu 85 Prozent sind Personalkosten. Da man sich in einem Haustarif befindet, kann am Mitarbeiterbestand nur schwer gerüttelt werden. Sollten also Mittel gekürzt werden, dann würde das vor allem die Sachkosten und damit den Produktionsbetrieb betreffen. Laut Fritz Frömming müsste das Theater dann am Equipment sparen und den Spielplan zusammenstreichen. Eine Option, die Gefahren mit sich bringt: „Das würde eine Spirale in Gang setzen: Weniger Inszenierungen bedeuten weniger Zuschauer und weniger Aufmerksamkeit. Damit wiederum ließen sich weitere Kürzungen leichter rechtfertigen. Das ist perfide!“ Die Pläne der Stadt kann er nicht nachvollziehen: „Kultur ist ein Standortfaktor, wenn man ein Opernhaus, ein Theater und die Kunstsammlungen hat, dann muss man sie entsprechend ausstatten.“ Gerade in Krisenzeiten gelte es, auf die eigenen Stärken zu setzen. Auf die Nachfrage, wo der Stadtrat die notwendigen Einsparungen vornehmen solle, entgegnet der Theater-Sprecher, man müsse die Kräfte noch mehr bündeln: „In Chemnitz versucht man zu häufig, das Rad neu zu erfinden und Gelder mit der Gießkanne zu verteilen.“ In der derzeitigen Diskussion sieht Frömming ein allgemeines Problem durchscheinen. Im Kulturbereich habe es die Stadt Chemnitz in den letzten Jahren verpasst, klare Strategien zu entwickeln und realistische Vorgaben zu machen: „Es gibt teilweise sehr sonderbare Forderungen wie ‚Bringt mehr junge Leute ins Theater!’ Die wünschen sich eine Welt, die hier nicht da ist“, spielt er auf die demografischen Gegebenheiten in Chemnitz an.

Weniger fehlende Strategiefähigkeit, dafür aber Fatalismus, meint Uwe Hastreiter, Sprecher der Stadtbibliothek Chemnitz, bei den Stadträten zu erkennen. Nach derzeitigem Stand soll die Bibliothek etwa 200.000 Euro einsparen. Nach Angaben eines Mitarbeiters aus dem Haus, der nicht genannt werden möchte, ist das aber nur die sprichwörtlich halbe Wahrheit. Auf Grund von Kostensteigerungen im Betriebshaushalt, die nicht ausgeglichen werden, fehlen kommendes Jahr ohnehin schon 200.000 Euro, insgesamt stünden der Bibliothek also 400.000 Euro weniger zur Verfügung. Uwe Hastreiter sagt, dies würde sich unter anderem auf das Herzstück des Hauses, den Neuerwerb von Büchern, auswirken. Da würde man künftig 40 Prozent weniger ausgeben können. Außerdem müssten zwanzig geringfügig Beschäftigte entlassen werden. Deren Aufgaben, beispielsweise das Wiedereinsortieren von zurückgegebenen Exemplaren, würde die Stammbelegschaft übernehmen – zu Lasten der Öffnungszeiten. In Gefahr wäre auch der Bücherbus, der die ehemaligen Außenstellen anfährt und das Ausleihen vor Ort ermöglicht. Auch aufgrund dieser düsteren Aussichten demonstrierten am 12. November im Vorfeld der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses etwa hundert Chemnitzer auf dem Hauptmarkt. Aufgerufen hatte der Verein „Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e.V.“. Vorstandsmitglied Falk Bertram erhielt zu Beginn der Ausschusssitzung die Möglichkeit, den Stadträten ins Gewissen zu reden. Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Heidemarie Lüth (Die Linke), ließ in ihrem anschließenden Kommentar allerdings durchblicken, dass es wenig Spielräume für den Stadtrat gebe. Chemnitz müsse nächstes Jahr 25 Mio. Euro und 2011 weitere 30 Mio. Euro einsparen, die Stadt selbst trage schon einiges dazu bei, indem sie 9 Mio Euro beim eigenen Personal einspare. Dass der kulturelle Bereich nicht vor Einschnitten gefeit ist, sei schon allein aufgrund des Anteils am Gesamthaushalt klar: „Kultur und Sport haben die größten Ausgaben und deswegen auch das größte Einsparpotenzial.“ Alternativ könne sie den Stadträten auch empfehlen, die Müllgebühren zu erhöhen, warb Lüth um das Verständnis der Bürger.

Eine Haltung, die Jörg Ivandic, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit der Kunstsammlungen Chemnitz, unterstützt. Nach den Plänen der Stadt wären die Kunstsammlungen ebenfalls von Einsparungen betroffen. Angaben zu eventuellen Folgen für das Haus will Jörg Ivandic nicht machen, dazu sei es einfach noch zu früh. Generell bringt er für die Stadträte aber mehr Verständnis auf als seine Kollegen in Theater, Tietz und Co.: „Wir haben das Maß verloren in Deutschland. Wir müssen uns überlegen, was wir wirklich brauchen!“ Für ihn sei es nachvollziehbar, wenn eine Oper abends und eine Bibliothek eben vormittags geöffnet habe. Auf den Einwand, dass bei einigen Institutionen der Fortbestand gefährdet ist, entgegnet er: „Die betroffenen Einrichtungen sollten überlegen, wo sie sparen können und der Stadt entgegenkommen. Wenn es darüber hinaus ans Eingemachte geht, dann müssen sie natürlich kämpfen. Das wäre glaubwürdiger.“

165.000 Euro beim AJZ, 200.000 Euro bei der Stadtbibliothek, kleinere Summen beim Armen Theater und dem Theater. Es sind relativ geringe Beträge, die eingespart werden sollen. In einem Gesamthaushalt von 686 Millionen scheinen sie gerade einmal der berühmte Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Und doch: In einigen der betroffenen Einrichtungen würden sie sich gravierend niederschlagen, zu massiven Einschränkungen führen und das Überleben gefährden. In Anbetracht der desaströsen Finanzlage der Stadt sind Einsparungen in allen Bereichen unvermeidlich. Vielleicht sollte aber noch einmal neu abgewägt werden, ob die Folgen der geplanten Einschnitte hinnehmbar wären und der ausgeglichene Haushalt nicht zu teuer erkauft wird. Um es mit den Worten von Theatersprecher Frömming zu sagen: „Man muss genau überlegen, was Kürzungen wirklich bringen, ob die ideellen Kosten am Ende nicht die materiellen Einsparungen bei weiten übersteigen.“

Benjamin Lummer

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Artikel im BLICK vom 25.11.09 http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/26/artikel-im-blick-vom-251109/ http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/26/artikel-im-blick-vom-251109/#comments Thu, 26 Nov 2009 11:44:54 +0000 Administrator Presse http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/26/artikel-im-blick-vom-251109/

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